3 Verfahren der Haustrockenlegung

Geschrieben von in Trockenlegungsverfahren am 15-11-2008

Um in den unterschiedlichsten Trockenlegungsverfahren den Überblick zu behalten, habe ich Ihnen hier die 3 bekanntesten Varianten der Haustrockenlegung versucht darzustellen.

haustrockenlegungsverfahren

3 Verfahren der Haustrockenlegung

Haustrockenlegung durch Mauertrennung

Unter Mauertrennung werden alle Methoden verstanden, bei denen durch den Einsatz von Hand oder maschine eine horizontale, sperrende Schicht eingebracht werden. Jede Methode hängt von der eigenen Wandstärke, der Wandbeschaffenheit und Gebäudelasten ab.

1. Haustrockenlegungsverfahren

1.1 Alternierende Trennung ohne Einsatz von Mauersägen

Am Anfang wird mit einem erschütternden Pressluftmeißel das Mauerwerk gehebelt und gebrochen. Bei diesem Verfahren der Haustrockenlegung wird allerdings der Mauerverband gelockert und es besteht die Gefahr von Setzrissen.

1.2 Trennung durch Einsatz von Mauersägen

Während des Sägens mit der Maschine wird eine Sperrschicht kontinuierlich eingeschoben. Keile sorgen für den Kraftschluss. Der Vorteil ist, dass die Gefahr von Setzrissen geringer ist als beim zuvor beschriebenen Verfahren.

1.3 Eintreibung von Metallplatten

Bei diesem Verfahren der Haustrockenlegung werden mit pneumatischen Rammen geriffelte Platten ins Mauerwerk getrieben. Der Vorteil ist dass es zu keiner Zeit zu einer Unterbrechnung des Kraftschlusses kommt, allerdings muss das Mauerwerk starken Erschütterungen gegenüber treten.

Haustrockenlegung durch Injektage

Haustrockenlegung nach dem Injektageverfahren bedeutet die Bohrung ins Mauerwerk und das Einspritzen einer wassersperrenden Flüssigkeit. Hierbei wird in durcklose Verfahren, Überdurck- und Unterdruckverfahren unterschieden.

Die Injektageflüssligkeiten muss sich gut im Mauerwerk verteilen und beim Einspritzen muss darauf geachtet werden, dass das Mittel nicht sofort reagiert um sich möglichst gut im Mauerwerk zu verteilen.

Injektagemittel

  1. Zementschlämme
  2. Bituminöse Injektagemittel
  3. Wassergläser (Alcali-, Natrium- u. Kaliumsilicate)
  4. Wasserglas mit organischen Zusätzen (Alcalimethylsiliconate)
  5. Kombination aus Wassergläsern mit Wassergläsern mit organischen Zusätzen
  6. Kaliumprophylsiliconate
  7. Silane, Siloxane
  8. Siliconmikroemulsionskonzentrate (SMK-Technologie)
  9. Organische Harzlösungen (Epoxidharz, Poyurethanharz, Polyesterharz, Acrylharz)
  10. Paraffin

Elektrophysikalische Haustrockenlegung

Dieses moderne Verfahren beschreibt die aktive oder passive elektrophysikalische Wege feuchte Wände zu beeinschlussen. Der Monteur entfernt den schadhaften und verschimmelten Putz und bohrt anschließend Löcher in die Wand senkrecht hinunter bis zur Höhe der Bodenplatte mit dem Erdreich. Innen werden dann Leitungen verlegt, welche durch ein Steuerungsgerät mit Wechselspannungen Feuchtigkeit abwehren. Der Nachteil dieses Verfahren liegt allerdings in der Stärke der Spannung. Je feuchter eine Wand, je höher muss die Spannung sein, welche Korrosion der Wände hervorruft.

Foto: brommeddi